Direkt am Morgen war im Lager volle Aufmerksamkeit gefragt, denn das Chaosspiel stand auf dem Programm. Und der Name war durchaus Programm! Über das gesamte Lager verteilt waren kleine Zettel mit verschiedenen Zahlen und Codes versteckt. In Gruppen machten sich die Kinder auf die Suche nach dem richtigen Zettel. War dieser gefunden, hieß es: Code gut einprägen und schnell zurück! Denn mit dem richtigen Code wartete schon die nächste Aufgabe. Bei so viel Gewusel war das Chaos in Zoomania damit endgültig perfekt!
Am Nachmittag schwangen wir uns auf unsere Fahrräder und machten uns auf den Weg nach Nes. Dort wartete eines der großen Highlights des Ferienlagers auf uns: das Leitersuchspiel! Und dabei waren wir längst nicht allein. Die Ferienlager der ganzen Insel kommen für dieses Spiel zusammen und verwandeln Nes in ein einziges großes Gewusel. Über 100 verkleidete Betreuerinnen und Betreuer mischten sich unter die Menschen – und irgendwo dazwischen versteckten sich auch unsere eigenen Gruppenleiter. Die hatten sich natürlich ordentlich ins Zeug gelegt und sich so verkleidet, dass sie möglichst nicht wiederzuerkennen waren. Für die Kinder begann nun die große Suche: Wer könnte zu unserem Lager gehören? Ist das wirklich unser Gruppenleiter – oder doch jemand aus einem ganz anderen Ferienlager? Wer einen Verdacht hatte, musste die vermeintlichen Leiter mit einem bestimmten Spruch ansprechen. Erst dann zeigte sich, ob die Tarnung tatsächlich aufgeflogen war. Bei so vielen verkleideten Leitern, Kindern und Ferienlagern herrschte in ganz Nes ordentlich Trubel.
Zurück im Lager änderte sich die Stimmung schlagartig. Die Sonne verschwand, die Lichter gingen aus und aus dem fröhlichen Zoomania wurde plötzlich ein ziemlich unheimlicher Ort. Denn am Abend hatte sich ein ganz besonderer Besucher angekündigt: Dracula! Irgendwo unter den Kindern versteckte sich zu Beginn ein Dracula. Doch wer war es? Im dunklen Lager machten sich die Kinder auf den Weg, während überall gruselige Gestalten umherzogen und für die passende Gänsehaut sorgten.
Dabei galt vor allem eine Regel: Bloß nicht von Dracula erwischen lassen! Denn wer von ihm gezwickt wurde, wechselte die Seiten und wurde selbst zum Dracula. So wurden es im Laufe des Spiels immer mehr Vampire, während für die übrigen Kinder die Luft langsam dünner wurde. Wer konnte sich verstecken, davonlaufen und Dracula bis zum Schluss entkommen? 🦇
Nach einem Tag voller Chaos, verrückter Verkleidungen und einer ordentlichen Portion Grusel kehrte schließlich wieder Ruhe im Lager ein. Und wir können festhalten: In Zoomania weiß man morgens wirklich nie, welche Gestalten einem bis zum Abend noch begegnen werden.
Gruselige Grüße aus Zoomania – dem wildesten Abenteuer des Sommers!













