Am Morgen schwangen wir uns auf die Fahrräder und machten uns auf den Weg nach Buren. Dort startete unser Spiel „Mann mit dem Koffer“. In kleinen Gruppen zogen die Kinder durch den Ort. Ihre Mission klang zunächst ganz einfach: Sammelt von jeder Farbe einen Luftballon! Das Problem dabei: Die Ballons gab es nur bei unseren verkleideten Leiter*innen, die überall in Buren unterwegs waren. Erschwerend kam hinzu, dass die Leiter*innen untereinander ihre Ballons tauschen konnten. Wer gerade noch die dringend gesuchte rote Farbe dabeihatte, konnte kurze Zeit später plötzlich nur noch blaue Ballons verteilen. So begann eine wilde und ziemlich bunte Jagd quer durch Buren. Wer würde es schaffen, am schnellsten alle Farben zusammenzubekommen und damit das Ziel zu erreichen? Nach so viel Lauferei war die Bewegung für heute aber noch lange nicht vorbei. Wir stiegen wieder auf unsere Fahrräder und fuhren weiter nach Nes. Dort stärkten wir uns zunächst beim gemeinsamen Mittagessen. Anschließend blieb noch etwas Zeit, um Nes auf eigene Faust zu erkunden. Einige zog es in die Spielothek, während andere lieber gemütlich durch die Geschäfte schlenderten und ein bisschen Inselfeeling genossen.
Nach den vielen Kilometern auf dem Fahrrad ließen wir es am Nachmittag etwas entspannter angehen. Im Lager warteten verschiedene kreative und sportliche Angebote auf die Kinder. So konnte jede*r selbst entscheiden, ob noch einmal Bewegung angesagt war oder lieber etwas Kreatives gemacht wurde. Nach unserem Ausflug nach Buren und Nes genau die richtige Gelegenheit, um ein wenig zu entspannen und den Nachmittag gemeinsam im Lager zu genießen.
Allein der Name unseres Abendprogramms sorgte schon für den ersten Knoten im Kopf: „Tut es die tuende Person oder tut es die tuende Person nicht?“ Das Prinzip dahinter war allerdings schnell verstanden – und sorgte für einige spannende Entscheidungen. Die Kinder wurden in sieben Teams aufgeteilt. Für jede Runde musste eine freiwillige Person aus jedem Team den Raum verlassen. Während sie draußen wartete, erfuhr das restliche Team, welche Aufgabe diese Person gleich bewältigen sollte. Und dann wurde es interessant: Die Gruppe musste sich entscheiden, ob ihr Teammitglied die Aufgabe wohl tatsächlich machen würde oder nicht. Gleichzeitig musste sich die Person draußen – ohne zu wissen, was die eigene Gruppe tippt – ebenfalls entscheiden: Mache ich es oder mache ich es nicht? Wer sich für die Challenge entschied, kam anschließend allein zurück in den Raum und musste zeigen, ob den Worten auch Taten folgen. Erst danach wurde aufgelöst, was das eigene Team vorher getippt hatte. So gab es bei jeder neuen Aufgabe wieder etwas zu überlegen, mitzufiebern und natürlich auch zu lachen. Und ganz nebenbei konnten die Gruppen herausfinden, wie gut sie sich nach den gemeinsamen Tagen im Lager mittlerweile wirklich kennen.















